Stand-by vermeiden

Stand-by-Verbrauch wird häufig unterschätzt,  verursacht aber in einem durchschnittlichen Haushalt rund 10% der Stromkosten! Hinweise auf Stand-by-Betrieb sind rote Kontrolllämpchen, Uhren in Elektrogeräten (wie z.B. im Mikrowellengerät) oder ein Netzteil, das warm bleibt, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Einmal aufgespürt, gibt es für fast jeden unnötigen Stand-by Verbrauch eine komfortable Lösung.

 

Stand-by aufspüren - Schritt für Schritt

  1. Stromverbrauch überprüfen:
    Überprüfen Sie zunächst den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt Raum für Raum und Steckdose für Steckdose. Geräte, die nicht benutzt werden, sollten auch keinen Strom verbrauchen (z.B. TV, HiFi Anlage). Mithilfe eines Strommessgerätes können Sie abklären, ob diese Geräte dennoch Strom verbrauchen und wie hoch dieser ist.

  2. Geräte vollständig ausschalten:
    Trennen Sie die Geräte bei Nichtbetrieb vollständig vom Stromnetz. Sie können dazu entweder den "Stecker ziehen" oder eine schaltbare Steckerleiste verwenden, mit der Sie zum Beispiel auch mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten können.

Stand-by-Lösungen für alle Geräte

Die Einfachen können per Schalter vollständig vom Stromnetz getrennt werden und sollten nicht ständig in Bereitschaftsbetrieb sein.

 

Die Unauffälligen haben keinen echten AUS-Schalter, wie z.B. DVD-Player, sämtliche Ladegeräte (Handy, Laptop, Zahnbürste, usw.), Mikrowellenherd mit Anzeige. Um diesen Stand-by-Verbrauch zu vermeiden, ist die bequemste Lösung eine schaltbare Steckerleiste (Zwischenstecker). Um den Unauffälligen auf die Schliche zu kommen, kann mit einem Strommessgerät gemessen werden, ob nach dem Abschalten noch Strom verbraucht wird.

 

Die Unzugänglichen können entweder nur schwer vom Netz genommen werden, wie zum Beispiel manche Untertisch-Heißwasserspeichergeräte in der Küche, oder müssen für den ordentlichen Betrieb immer am Netz hängen (z.B. Fax-Geräte). Hier schaffen Vorschaltgeräte Abhilfe. Achten Sie schon bei der Anschaffung solcher Geräte auf die Leistungsaufnahme im Stand-by-Betrieb.

 

Die Wichtigtuer sind Geräte, deren Bereitschaftsbetrieb einen Komfortgewinn darstellt, wie beispielsweise die programmierbare Waschmaschine, der DVD-Rekorder zum automatischen Synchronisieren des Fernsehprogrammes oder das automatische Garagentor. Allerdings sollte man diesen Stromverbrauch kennen und überlegen, ob der erzielte Komfort den Verbrauch tatsächlich rechtfertigt. Vergleichen Sie bei der Anschaffung den Stand-by-Verbrauch der angebotenen Modelle.

 

Steckerleisten und Co.

Mit einem Knopfdruck können mehrere Geräte gleichzeitig ab-/eingeschalten und auf einmal vollständig von Stromnetz getrennt werden. Ideal sind Steckerleisten zum Beispiel für Computer und Perhipheriegeräte oder TV und HiFi-Anlagen.

 

Es gibt bereits eine große Auswahl an verschiedenen Steckerleisten für verschiedene Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel:

 

  • Schaltbare Steckerleiste (auch mit Fußschalter):
    Trennt auf Knopfdruck sämtliche Geräte vom Stromnetz (z.B. für Unterhaltungselektronik). Manche programmierbare Geräte wie Video- und DVD-Rekorder, Sat-Receiver müssen aber unabhängig ans Stromnetz angeschlossen werden (Datenverlust).

  • Steckerleiste mit Master/Slave-Funktion:
    Durch das Ausschalten des Hauptgerätes (= Master, z.B. PC) werden die Nebengeräte (= Slaves, z.B. Drucker, Scanner, Modem) auch ausgeschalten und das separate Ausschalten der Steckerleiste entfällt.

  • Steckdosenschalter:
    "Stecker-Ziehen" entfällt (z.B. Mikrowelle), für schlecht zugängliche Steckdosen auch mit separatem Schalter.

  • Stromsparbox (z.B. Power Safer):
    Wird zwischen Steckdose (bzw. Steckerleiste) und Gerät montiert, erkennt den Stand-by-Modus der angeschlossenen Geräte und unterbricht nach kurzer Zeit die Stromverbindung. TV, Video können wie gewohnt per (Infrarot-)Fernbedienung ein/ausgeschalten werden.

  • Vorschaltgerät:
    Für Geräte (z.B. Untertisch-Heißwasserspeicher, Fax), die nicht manuell ausgeschaltet werden können.

  • Zeitschaltuhr (digital, mechanisch):
    Es sind verschiedene Bauarten für den jeweiligen Einsatzfall (tage-, wochenweise) erhältlich. Mögliche Einsatzbereiche sind z.B. die Beleuchtung im Außenbereich, der Ventilator in Bad oder WC, ein Internet-Router oder die Swimmingpool-Pumpe.

  • Bewegungsmelder:
    Für Bereiche, wo man es einfach nicht schafft, ständig das Licht abzuschalten, können Bewegungsmelder eine sinnvolle Alternative sein. Sie schalten die Lampe für eine bestimmte Zeitdauer ein und beim Verlassen des Raumes automatisch wieder aus (z.B. für Räume ohne Tageslicht oder nur zum Durchgehen wie z.B. Stiegenhaus, Flur, Keller, Garage).
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